Über

In diesem Blog schreibe ich ueber meinen taeglichen Kampf mit dem Leben...

Alter: 24
aus: 21255 Tostedt
 
Schule: Dr. von Morgenstern-Schule in Lüneburg


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
War das Leben leichter...

Wenn ich mal groß bin...:
Werde ich in die Forschung gehen...

In der Woche...:
Habe ich zu viel zu tun...

Ich wünsche mir...:
Dass ich gesund werde...

Ich glaube...:
Lebenslanges Leiden entsteht dadurch, dass wir einen Weg gewaehlt haben, mit dem wir glaubten, dem Leiden entgehen zu koennen...

Ich liebe...:
Meinen Hund..

Man erkennt mich an...:
Meinen gruenen Haaren...

Ich grüße...:
Alle Menschen, die mich lieben...



Werbung




Blog

Freitag, 06.06.2014

Die Schmerzen sind etwas besser.

Und auch ansonsten geht es mir ziemlich gut!

Ich war heute Nachmittag drüben in der Villa, wo Frau F. Dienst hatte. Sie hatte mir gesagt, ich kann zu einem Gespräch vorbei kommen...

Kurz vorher hab ich dann doch ein bisschen Angst gekriegt und habe Frau K. (meine Bezugsbetreuerin) mitgenommen. Es sollte ja um die Frage gehen, ob ich mit dem Absetzen vom Methadon nicht doch warten kann, bis ich mich etwas eingelebt habe.

Das Gespräch war soooo erleichternd!

Ich kann es erstmal so weiter nehmen und dann reduzieren, wenn ICH es möchte und bereit dazu bin!

Sie meinte, man kann einen Fluss nicht antreiben. Außerdem würde sie sich nie über einen Arzt stellen und sämtliche Ärzte sind ja auch der Meinung, dass man es erstmal so belassen sollte. Und das Schärfste: Angeblich hat sie nie gesagt, dass ich es überhaupt absetzen muss! Sie war ganz erstaunt und fragt sich, welche der Betreuerinnen dieses Gerücht wohl in Umlauf gebracht hat, denn von ihr kam das nicht....

Egal, wie und warum. Ich bin nur froh, dass ich mit dem fiesen Entzug noch warten kann, bis ich mich eingelebt und genügend Vertrauen zu den Mitarbeitern aufgebaut habe! 

6.6.14 22:04, kommentieren

Werbung


Donnerstag, 05.06.2014

Mir geht es sooo dreckig!

Allerdings nur körperlich... Ich hatte ja vorgestern meine Zahn-OP (Mir wurden die Weisheitszähne unter Vollnarkose gezogen, weil die Lokalanästhesie nicht gewirkt hatte).

Weil ich mein Methadon vorher nicht genommen hatte (mir wurde fälschlicherweise gesagt, dass ich es nicht darf, sondern bis nach der OP warten muss), hat mir der Anästhesist eine extra Portion Fentanyl verpasst, weil ich schon leichte Entzugserscheinungen hatte und es noch lange hin war, bis ich das Methadon nehmen konnte.

Mein Methaddict sollte ich dann trotzdem noch nehmen, sobald ich zu Hause war. Durch diese zusätzliche Dosis Fentanyl (was ja auch ein Morphin ist) und die Tatsache, dass Patienten, die Methadon nehmen eh eine höhere Dosis von den Narkosemitteln brauchen, war ich ziemlich zugedröhnt!

Ich hatte keinerlei Schmerzen, ich habe nicht mal gespürt, dass überhaupt etwas in meinem Mundbereich anders war als sonst. Außerdem war ich total gut drauf. Ich musste die ganze Zeit lachen und habe gute Laune verbreitet. Jaja, die Welt war mein Freund!

Allerdings lässt so eine Wirkung -leider- auch irgendwann wieder nach:

Gestern morgen um 3h war die Nacht für mich vorbei, weil ich vor lauter Schmerzen aufgewacht bin und nicht mehr schlafen konnte -zu stark waren die nun deutlich spürbaren Schmerzen!

Seitdem habe ich ununterbrochen starke Schmerzen (trotz Unmengen an Novamin und Ibuprofen) und bin total schlapp und matschig von der "Dröhnung". Tja, die Nachwirkungen sind immer nicht so angenehm, hauptsächlich hat man Kopfschmerzen und fühlt sich schwindelig....

5.6.14 21:43, kommentieren

Aktualisierung/Nachtrag der letzten Zeit

Sorry, dass ich so ewig nicht geschrieben habe!

Aber ich war TOTAL im Umzugsstress!

Dass ich am 19.05.2014 ins Amidon nach Uelzen ziehe, hatte ich ja noch geschrieben, das „warum“ und so kann ich mir also sparen.

Tja, und jetzt bin ich hier….

Ich konnte leider nicht früher schreiben, weil ich –nachdem ich Zuhause so im Pack- und Abschiedswahn war dass ich nicht schreiben konnte- mich erstmal etwas einleben musste.

Vor allem organisatorisch. Da war so viel zu erledigen, es war echt Dauerstress die letzten 2 Wochen!

Ich musste mich anmelden, die Befreiungsanträge bei der Krankenkasse stellen (Zuzahlungen, Fahrkosten etc.) und musste auspacken, was natürlich lange gedauert hat, immerhin habe ich hier kein Zimmer wie in den Jugend-WGs sondern eine Wohnung mit Küche, Wohnzimmer etc. und ich hatte ja auch kaum Zeit und musste zwischendurch immer wieder ein bisschen machen…

Außerdem musste ich mit den EFs einen Essensplan für mich erstellen, musste die anderen kennenlernen und Gespräche mit den Betreuern führen.

Aber das allerschlimmste –und komplizierteste: Ich musste mir einen neuen Substitutionsarzt suchen! Das war vielleicht eine Aktion! Ein langer Kampf und ein ewiges Hin und Her, weil meine Bezugsbetreuerin durch eine Bescheinigung, die sie von meinem Psychiater haben wollte, öffentlich gemacht hat, dass ich keine Suchterkrankung habe. Ich kriege das ja aus anderen Gründen, allerdings nicht offiziell, denn das wäre mit dem Gesetz nicht vereinbar. Oh man, das war hart. Ich musste kämpfen, dass mich trotzdem irgendjemand weiter substituiert. Das waren Tage voller Angst, Enttäuschung und Verzweiflung. Aber letztendlich hat es geklappt und ich habe einen neuen…

Es ist mittlerweile also alles organisiert und auch emotional bin ich inzwischen angekommen. Als Frau F. –die Leiterin- zu meinem Begrüßungs-Kaffeetrinken kam, das eine Woche nach meinem Einzug stattfand, meinte sie, wenn man reinkommt, hat man den Eindruck, ich sei schon Jahre hier –und so fühle ich mich auch.

Ich finde es toll hier! Alle sind unglaublich lieb, ich mag die Betreuer und auch mit den Anderen verstehe ich mich gut, vor allem mit meiner Mitbewohnerin, die aber leider im August auszieht. Mit dem Essen komme ich auch sehr gut voran, ich habe bereits das Ziel vom untersten Normalgewicht +1Kg erreicht. Am Anfang muss man zu jeder Mahlzeit rüber ins „Bunte Haus“ und sie dort gemeinsam mit Betreuern und den Anderen einnehmen. Ich dufte mich schon früh zu einzelnen Mahlzeiten abmelden und gestern durfte ich dann bereits von „muss hier essen“ zu „isst hier“ wechseln. Ich kann mich jetzt also jederzeit abmelden, aber es wird gerne gesehen, dass man drüben isst. Und die Grundregel ist: Niemals alleine essen! Wenn man sich abmeldet, muss man sich entweder mit einer der Anderen verabreden, mit seiner Mitbewohnerin in der WG essen, oder mit Familie oder Freunden gemeinsam essen.

So, das war alles, was man über die Zwischenzeit wissen muss und ich kann ab morgen ganz normal mit dem Tagebuch weitermachen…  

4.6.14 05:20, kommentieren

Donnerstag, 15.05.2014

Ein schöner Tag.

Morgens habe ich mir ziemlich viel Zeit gelassen um in die Gänge zu kommen. Ganz in Ruhe gefrühstückt, endlos viel Kaffee getrunken, meine Lieblingssendungen geguckt etc.

Dann bin ich mit dem Hund gegangen und auf dem Weg habe ich meine bestellten Schuhe abgeholt, *freu*

Anschließend habe ich mich mit einer Freundin getroffen, die ich in der Tagesklinik kennen gelernt hatte. Das war richtig schön! 

Ich mag sie total gerne, man kann super mit ihr reden und wir sind uns sehr ähnlich (vom Charakter und den Ansichten her, nicht was die Krankheit betrifft, sie ist nicht magersüchtig). Wir waren über 2 Stunden spazieren, dann haben wir bei ihr Zuhause Kaffee getrunken und danach hat sie mich netterweise nach Hause gefahren, sodass wir noch etwas länger miteinander hatten, als wenn ich mit dem Zug gefahren wäre...

Achja, sie hat mir ein interessant klingendes Buch geschenkt, voll süß -sie hat es sogar einpacken lassen!

15.5.14 22:17, kommentieren

Dienstag, 13.05.2014

Ich bin sooo wütend!

Die ganze gute Laune der letzten Tage ist wie weggeblasen!

Das geht bei mir ja immer schnell. Eine Kleinigkeit und die Welt geht unter -oder ist perfekt, es geht in beide Richtungen sehr schnell...

Eben habe ich in der Tagesklinik angerufen und nach meinen Bildern gefragt.

(Ich wollte sie ja neulich abholen und da hatte die eine Ergotherapeutin Urlaub und der Andere wusste nicht, wo sie sind. Also meinte er, dass er mich anruft, sobald sie wieder da ist.)

Tja, da das inzwischen zwei Wochen her ist und er es ganz offensichtlich vergessen hat, habe ich dort angerufen und -oh Wunder- sie war da!

Jedenfalls haben sie sie entsorgt!

Alle meine Bilder, die ich in der Kunsttherapie gemalt habe! 

Ich meine, das sind doch keine Kindergarten-Bilder oder Bilder aus dem Kunstunterricht in der Schule! Das ist ein Stück Therapie mit großem emotionalem Wert!

Ich bin wütend, enttäuscht und vor allem traurig!

Eins war mir nämlich besonders wichtig und ich hatte bereits einen -nicht grade billigen- Rahmen dafür gekauft. Es war ein gefallener Engel, den ich angefangen habe, als es mir ganz schlecht ging. Beendet habe ich das Bild allerdings, als es mir besser ging und so war am Ende noch ein Arm drauf, der von oben kam und ihm hoch half. Das Bild ist also ein Prozess gewesen mit besonders symbolischem und emotionalem Wert. Zumal es das einzige Bild ist, das mir gelungen ist, denn ich bin was das Malen angeht eher unbegabt und aufgrund meines zwanghaften Perfektionismus, hasse ich alle meine Bilder -außer dieses. Obwohl es nicht perfekt ist! Das war ein wichtiger Schritt, meinen Perfektions-Drang loszuwerden und auch deswegen hatte es eine große Bedeutung für mich...

13.5.14 17:11, kommentieren

Freitag, 09.05.2014

Nach meinem Infogespräch beim Kieferchirurgen heute bin ich etwas beruhigt...

Zum Einen ist die Praxis super, das ganze Team ist nett und der Chirurg ist echt witzig. Er hat mir einen Großteil meiner Angst bezüglich der Narkose mit meinem kaputten Herzen genommen. Und auch, das Wissen, also, dass ich den ganzen Ablauf, die Räume und Ärzte jetzt kenne, beruhigt mich!

Danach war ich Kaffee trinken, um die Wartezeit zu überbrücken und dann wie jeden Freitag mit meinem Psychiater Mittag essen.

Auch das war -wie immer- sehr gut! Ich hatte ja ausgesprochen gute Laune und so haben wir sehr viel gelacht und ernste Gesprächsthemen gab es heute nicht.

Achja, und er hat mir netterweise Blut abgenommen und es über die Ambulanz ins Labor geschickt, denn irgendwie macht nie ein Arzt ALLE Werte, immer nur, diejenigen, welche grade benötigt werden. Er hingegen hat jetzt das "Komplett-Programm" angefordert, also wirklich alles erdenkliche, es gibt keinen Blutwert, den ich nicht bekommen werde, vom großen Blutbild, über Differential-Blutbild, Hormone, Vitamine, Mineralstoffe, Schilddrüse, Elektrolyte und so weiter...

9.5.14 21:08, kommentieren

Donnerstag, 08.05.2014

Ein sehr ruhiger Tag!

Aber nur äußerlich, von wegen keine Termine oder so...

Ich musste nur meine Überweisung abholen, aber müssen ist nicht alles, tatsächlich habe ich heute so viel getan, wie lange nicht mehr -und es fühlt sich verdammt gut an!

Denn obwohl ich so extrem viel geschafft habe, fühle ich mich überhaupt nicht gestresst, fast erholt. Ich denke, das liegt daran, dass ich mir meine Zeit beim Putzen, Aufräumen, E-Mails schreiben, Überweisungen machen, Termine organisieren etc. selber einteilen konnte und nicht von einer "Sache" zur nächsten gehetzt bin.

Und ausnahmsweise ist auch mal nichts schief gegangen, was sich in meiner guten Laune widerspiegelt...

Jetzt schreibe ich grade ganz entspannt beim Fernsehen meine Packliste für den Umzug ins Amidon...

8.5.14 20:33, kommentieren