28.07.2014 - 04.08.2014

Die letzten Tage waren furchtbar!

Die Betreuer haben mich andauernd "vergessen"!

Das heißt, sie haben mich zum Beispiel nicht geweckt, wenn ich sie drum gebeten habe. Zweimal wollte ich geweckt werden -zweimal wurde ich es nicht. An einem Tag brauchte ich dringend ein Gespräch und habe gesagt: "Das hat Zeit, bis sie etwas Ruhe haben, aber unbedingt noch heute". Auch das wurde vergessen. Informationen an mich wurden nicht weiter gegeben, Informationen von mir wurden nicht weiter gegeben...

Das waren ein paar Beispiele. In meinem Tagebuch stehen insgesamt von der letzten Woche (die ja wie immer 7 Tage hatte) 9 Situationen, in denen ich irgendwie vergessen wurde!

Hinzu kommt, dass ich das Gespräch, dass vergessen wurde, ja nicht umsonst wollte. Mir geht es nämlich absolut nicht gut! Mein Kopf ist zum Platzen voll mit durch ihn hindurch rasenden Erinnerungen und Bildern von früher...

Außerdem geht es mir auch körperlich von Tag zu Tag schlechter -und noch weiß ich ja nicht mal, warum.

Ich hatte jetzt zwar -endlich- mal einen Termin bei meiner neuen Hausärztin und fühlte mich bei ihr in guten Händen (sie ist sehr nett, macht einen kompetenten Eindruck und nimmt mich ernst), aber dennoch sind die Untersuchungen (erstmal Blutentnahme, EKG und Ultraschall) erst am 14.8.

Das heißt: Mir geht es psychisch schlecht, körperlich schlecht und ich fühle mich unwichtig und allein.

Naja, da es nicht mehr schlimmer werden kann: Auf dass die nächsten Tage besser werden!

5.8.14 17:57

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Manfred / Website (5.8.14 19:48)
Nur mal so ein Gedanke: Kann es sein, das sie dich nicht direkt "vergessen haben", sondern dich dazu bringen wollen, ganz klar Hilfe einzufordern? Es gibt solche Therapieform.
Also, z.B. Wann habe ich ein Termin! Nennen sie mir ein Datum und eine Zeit!
Wollen sie dich, was das Wecken betrifft, auf Selbstständigkeit erziehen? Sollst du dich selber um dich kümmern lernen?
Schau doch mal wie andere es machen. Du bist doch bestimmt nicht alleine.
Das würde viele Fragen beantworten.
Bin in Gedanken bei dir! Gute Besserung, drücke die Daumen, LG


Chantal (7.8.14 21:48)
Lieber Manfred,
Danke, für deinen Kommentar.
Ich kann deinen Gedanken nur zu gut nachvollziehen, aber leider ist es in meinem Fall nicht zutreffend.
Das genaue Gegenteil ist der Fall.
Ich soll hier lernen, Hilfe anzunehmen, anstatt immer alles alleine zu machen.
Normalerweise lösen wir ja unsere Probleme, Ängste, Sorgen, Trauer, Wut und so weiter alleine, indem wir hungern. Oder uns selbst verletzen. Nach außen hin tragen wir eine Maske. Lächeln und tun, als wäre alles in bester Ordnung und hier sollen wir uns bewusst Hilfe suchen.
Und was die Selbstständigkeit angeht, dazu muss man uns weiß Gott nicht erziehen.
Wie die meisten Magersüchtigen war auch ich viel zu früh "erwachsen". Mit 11 war ich so selbstständig, dass man es nicht mehr toppen konnte. Mehr Selbstständigkeit geht nicht.
Und von dem Trip sollen wir runter. Von wegen "Ich muss alles alleine schaffen, das sind alles Kleinigkeiten und überhaupt bin ich es auch gar nicht wert, dass mir geholfen wird, andere brauchen die Hilfe mehr und verdienen sie vor allem mehr"
Dennoch ist dein Gedanke, wenn auch nicht zutreffend, sehr naheliegend. Wenn ich mir den Text jetzt im Nachhinein durchlese, würde ich wahrscheinlich genauso denken und das zeigt mir, dass ich endlich mal die "Vorgeschichte" bloggen muss. Wie mein Leben verlaufen ist, bis ich angefangen habe, diesen Blog zu schreiben. Die Grundpfeiler quasi. Damit es leichter ist, mich und meine Situation zu verstehen...
Vielen Dank für diesen Anstoß! Liebe Grüße.
P.S.: Mit anderen reden tut gut! Die Idee war super. Tatsächlich geht es vielen genauso. Aber eben nicht immer. Die Betreuer vergessen hin und wieder jeden mal. Aber sie sind auch oft sehr zuverlässig und hilfreich.

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